Referat an der Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Agrarwirtschaft und Agrarsoziologie, 30./31. März 2017, Chur

Was sind «Nachhaltige Landwirtschafts- und Ernährungssysteme»? Wo sind die Systemgrenzen und wer definiert sie? Welche Akteure gehören dazu und welche werden wahrgenommen? Welche Lösungsansätze werden diskutiert und welche werden vernachlässigt? Durch eine Neurahmung der Problemstellung (Reframing) werden Landwirtschafts- und Ernährungssysteme als Aspekte unserer Esskultur interpretiert. Damit erweitert sich die Analyse von «harten» technisch-wirtschaftlichen zu «weichen» sozio-kulturellen Faktoren und Zusammenhängen. Es rückt ins Blickfeld, dass unsere Esskultur über lange Zeiträume entstanden und durch Gewohnheiten geformt ist, die oft wenig bewusst sind. Die Neurahmung der Problemstellung schärft darüber hinaus die Aufmerksamkeit für Teilsysteme und für potentiell wirkungsvolle Ansatzpunkte, die Ernährungsgewohnheiten in Richtung Ressourcenleichtigkeit zu bewegen. Ein solches Teilsystem ist die Gastronomie. Trotz ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung und trotz stetiger Zunahme der Ausser-Haus-Verpflegung wird die Gastronomie im «System Landwirtschaft und Ernährung» oft vernachlässigt oder geht vergessen.

Autorin:
 Priska Baur 

Downloads:
Präsentation SGA-Tagung
SGA Tagungsband, Seiten 38-40

Link:
Schweizerische Gesellschaft für Agrarwirtschaft und Agrarsoziologie SGA

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